Wandern und Erleben Allgäu e.V.

Satzung des Vereins „Wandern und Erleben Allgäu e. V.“


§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr
1) Der Verein führt den Namen „Wandern und Erleben Allgäu e. V.“.
2) Der Verein hat seinen Sitz in 87439 Kempten.
3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
4) Der Verein ist in das Vereinsregister Kempten eingetragen und führt den Zusatz „e. V“.

§ 2 Zweck des Vereins
1) Der Verein „Wandern und Erleben Allgäu e. V.“ ist gleichzeitig der Regionalverband Bayerische Alpen des Landesverbandes Bayern und nimmt weitere Vereine des Alpenraumes als Ortsgruppen auf. Die Beitrittsbedingungen werden durch die Satzung des Landesverbandes Bayern und der Satzung des Vereines „Wandern und Erleben Allgäu e. V.“ geregelt.
2) Zweck des Vereins ist die Förderung und Pflege des Wanderns in allen seinen Formen, des Natur- und Umweltschutzes sowie der heimatlichen Landschaften in ihrer von Natur und Geschichte geprägten charakteristischen Gestalt im Sinne der entsprechenden Bundes- und Landesgesetze.
3) Zur Erreichung der Ziele dienen als wesentliche Aufgabe:
a) das Verständnis für Natur und Landschaft zu fördern und Konflikte zwischen Naturschutz und Landschaftspflege einerseits und den Erholungsaktivitäten andererseits zu vermeiden oder zu verringern
b) die Pflege des Wandersports
c) Ausbildung von Wanderführern, Natur- und Landschaftsführern
d) Fort- und Weiterbildung der Mitglieder
e) aktiver Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz zur Erhalt der historischen heimatlichen Kulturlandschaft, Schutz von Flora und Fauna sowie die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde
f) Unterstützung bei der Anlage und Markierung von Wanderwegen, Lehrpfaden und wanderspezifischen Einrichtungen
g) die Förderung der Herausgabe von Wanderkarten, Wanderführern und Routenbeschreibungen
h) die Aufklärung der Öffentlichkeit im Sinne dieser Ziele durch Wort und Schrift
i) Zusammenarbeit mit anderen gleich gesinnten Institutionen
j) Die Förderung von Jugend- und Familienarbeit
k) Erstellen eines Wanderprogramms und Organisation von kulturellen Veranstaltungen

§ 3 Gemeinnützigkeit
1) Der Verein „Wandern und Erleben Allgäu e. V.“ lehnt Benachteiligungen aus politischen Gründen, wegen der Rasse oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, des Alters, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung oder der sexuellen Identität strikt ab.
2) Er ist selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschafliche Zwecke.
3) Seine Mittel werden ausschließlich für Zwecke nach Maßgabe dieser Satzung verwendet. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Auslagen werden den Mitgliedern in angemessener Höhe erstattet. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereines fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§ 4 Zugehörigkeit zu Spitzenverbänden
1) Der Verein „Wandern und Erleben Allgäu e. V.“ ist Mitglied im Deutschen Wanderverband e. V. sowie im Landesverband Bayern der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine e.V., kurz Wanderverband Bayern e.V.
2) Eine Mitgliedschaft in weiteren Spitzenverbänden ist möglich.

§ 5 Mitgliedschaft
1) Mitglieder können werden - alle Wandervereine, die im bayerischen Alpenraum tätig sind, - alle natürlichen und juristischen Personen, die die Ziele des Vereins unterstützen und - Organisationen, die verwandte Interessen vertreten und mit denen eine Kooperation angestrebt wird, können im gegenseitigen Einvernehmen dem Verband als nicht stimmberechtigte, außerordentliche Mitglieder beitreten. Solche Beitritte sollen auf Gegenseitigkeit erfolgen und beitragsfrei oder aufkommensneutral sein.
2) Die Mitgliedschaft wird durch schriftliche Eintrittserklärungen erworben. Über die Aufnahme entscheidet die Vorstandschaft.
3) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod. Der Austritt ist jederzeit mit einer einmonatigen Kündigungsfrist möglich. Ein Anspruch auf bereits bezahlte Beiträge oder Gebühren besteht dabei nicht. Der Austritt wird durch eine formlose schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied der Vorstandschaft wirksam.
4) Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes ausgeschlossen werden. Der Ausschluss kann insbesondere dann erfolgen, wenn gegen Vereinsinteressen oder Vereinsdisziplin verstoßen wurde, wenn es mit der Beitragszahlung trotz zweimaliger Mahnung im Rückstand ist. Gegen den Beschluss kann das Mitglied die Mitgliederversammlung anrufen (§13 Abs. 3). Diese entscheidet endgültig mit einfacher Stimmenmehrheit. Das Mitglied ist zu der Versammlung einzuladen und anzuhören. Die Mitgliedschaft ruht trotz eingelegter Berufung bis zur rechtskräftigen Entscheidung. Der weitere Rechtsweg ist ausgeschlossen, wenn die Berufung nicht rechtzeitig eingelegt wurde.
5) Ein Mitglied, das sich um den Verein besonders verdient gemacht hat, kann zum Ehrenmitglied ernannt werden. Über Ernennung entscheidet - auf Vorschlag der Vorstandschaft - die Jahreshauptversammlung mit einfacher Mehrheit. Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder
1) Jedes beitragspflichtige Mitglied, Fördermitglied und Körperschaft ist einer Beitragsgruppe zugeordnet und hat den von der Jahreshauptversammlung festgesetzten Jahresbeitrag bei Fälligkeit zu entrichten.
2) Jedes Mitglied ab dem 16. Lebensjahr kann Anträge einbringen und ist in der Jahreshauptversammlung stimmberechtigt.
3) Körperschaften und Fördermitglieder haben kein Stimmrecht in der Hauptversammlung.

§ 7 Vereinsorgane
Die Verwaltungsorgane des Vereins sind:
1) die Vorstandschaft
2) der Vereinsausschuss
3) die Jahreshauptversammlung

§ 8 Die Vorstandschaft
1) Die Vorstandschaft besteht aus dem/der ersten Vorsitzenden, dem/der zweiten Vorsitzenden, dem/der Kassenwart/in, dem/der Schriftführer/in, bis zu drei weiteren Beisitzern. Die Aufgabenverteilung der drei weiteren Vorstandsmitglieder wird durch eine Geschäftsordnung geregelt.
2) Der Vereinsausschuss besteht aus dem Vorstand und den Fachwarten.
3) Der Schriftführer fertigt die Niederschriften der Jahreshauptversammlung sowie der Vorstands- und Ausschusssitzungen. Die Niederschriften sind von ihm und dem Versammlungsleiter zu unterschreiben. Ihm obliegt außerdem der Schriftverkehr, soweit er nicht direkt vom ersten Vorsitzenden erledigt wird.
4) Mitglieder der Vorstandschaft können zusätzliche Aufgaben im Vereinsausschuss (mit Ausnahme der Kassenprüfer) übernehmen.
5) Der Vorstand kann zu seiner Unterstützung kompetente Ansprechpartner/innen in einen Beirat berufen, die auch Nichtmitglieder sein können. Über die Anzahl der Beiratsmitglieder und die Zusammensetzung des Beirats entscheidet der Vorstand. Der Beirat hat kein Stimmrecht bei Entscheidungen des Vorstands, sondern ausschließlich beratende Funktion. Über die Einberufung des Beirats entscheidet der Vorstand.

§ 9 Zuständigkeit des Vorstands
1) Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, die nicht durch diese Satzung anderen Vereinsorganen vorbehalten sind. 2) Er hat vor allem folgende Aufgaben: a) Vorbereitung der Delegiertenversammlung (oder Vorstandssitzungen) und Aufstellung der Tagesordnung
b) Einberufung der Delegiertenversammlung (oder Vorstandssitzungen)
c) Vollzug der Beschlüsse der Delegiertenversammlung (oder Vorstandssitzungen)
d) Vorlage des Jahres- und Kassenberichts
e) Beschlussfassung über die Aufnahme und den Ausschluss von Vereinsmitgliedern
f) Erlass von Richtlinien für Regionale Gruppen und deren Arbeit
g) laufende Geschäfte
3) Der Vorstand kann Verpflichtung für den Verein nur in der Weise tätigen, dass die Haftung der Mitglieder auf das Vereinsvermögen beschränkt ist. Demgemäß soll in allen namens des Vereins abzuschließenden Verträge oder sonstigen abzugebenden Verpflichtungserklärungen die Bestimmung aufgenommen werden, dass die Vereinsmitglieder für die daraus entstehenden Verpflichtungen nur mit dem Vereinsvermögen haften.
4) Einzelverfügungsberechtigt sind der 1. Vorsitzende und der Kassier. Der maximale Verfügungsbetrag wird von der Vorstandschaft festgelegt. Höhere Beträge benötigen einen Vorstandbeschluss.
5) Der/Die Vorsitzende und sein(e)/ihr(e) Stellvertreter/in sind zugleich auch Vorstand im Sinne des § 26 BGB; jede/r von ihnen hat die Einzelvertretungsbefugnis. Im Innenverhältnis wird festgelegt, dass der/die Stellvertreter/in nur bei Verhinderung des/der Vorsitzenden zur Vertretung berechtigt ist.

§ 10 Kassenführung
1) Die zur Erreichung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel werden in erster Linie aus Beiträgen, Spenden, Zuwendungen und Erlösen aufgebracht.
2) Der Kassenwart/in führt die Mitgliederliste, sorgt für die Einhebung der Beiträge, führt Zahlungen aus, führt das Kassenbuch und verwaltet das Vereinsvermögen. Er/Sie ist hierbei an die Beschlüsse der Hauptversammlung gebunden. Dies gilt nicht für laufende oder dringende Angelegenheiten, die im objektiven Interesse des Vereins stehen.
3) Der/Die Kassenwart/in hat einen jährlichen Finanzbericht zu erstellen.
4) Der Finanzbericht ist von zwei Kassenprüfern/innen zu prüfen. Er ist der Jahreshauptversammlung zur Genehmigung vorzulegen.

§ 11 Der Vereinsausschuss
1) Der Vereinsausschuss unterstützt und berät die Vorstandschaft in ihrer Arbeit.
2) Die Zusammensetzung wird in der Vereinsausschussordnung geregelt.
3) Die Vertreter werden von der Jahreshauptversammlung gewählt.

§ 12 Ausschuss-Sitzungen
1) Die Vorstandschaft und der Vereinsausschuss treffen sich mindestens einmal im Halbjahr zum Gedankenaustausch und um die Vereinsgeschäfte abzuwickeln. An Stelle der Ausschusssitzungen können auch Versammlungen abgehalten werden.

§ 13 Jahreshauptversammlung
1) Die Jahreshauptversammlung findet jährlich statt. Zeitpunkt und Ort legen die Vorstandschaft und der Vereinsausschuss gemeinsam fest. Die Einberufung erfolgt spätestens vierzehn Tage vorher.
2) Die Mitglieder werden zur Jahreshauptversammlung auf elektronischem oder postalischem Weg eingeladen.
3) Anträge, die in der Jahreshauptversammlung behandelt werden sollen, müssen spätestens eine Woche vor dem Versammlungstermin beim ersten Vorsitzenden eingereicht werden.

§ 14 Aufgaben der Jahreshauptversammlung
1) Die Entgegennahme der Jahresberichte des Vereinsvorsitzenden, des Schriftführers, des Kassenwarts sowie des Vereinsausschuss.
2) Die Entlastung der Vorstandschaft
3) Die Neuwahlen der Vorstandschaft und der Ausschussmitglieder
4) Festsetzung des Jahresbeitrags
5) Genehmigung des vom Vorstand vorgelegten Wirtschafts- und Investitionsplans
6) Satzungsänderungen, sowie Änderung des Vereinsnamens und Auflösung des Vereines
7) Die Behandlung von rechtzeitig beim Vorsitzenden eingegangene Anträgen von Mitgliedern.
8) Entscheidungen über vorliegende Widersprüche gegen einen Ausschluss nach §5 der Satzung.
9) Die Jahreshauptversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Mitglieder stimmberechtigt. Jedes persönlich anwesende stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme. Vertretungen für nicht anwesende Mitglieder sind nicht möglich.
10) Für eine Satzungsänderung und für die Auflösung des Vereins ist eine dreiviertel Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erforderlich. Für sonstige Beschlüsse (außer Wahlen) entscheidet die einfache Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gelten Anträge als abgelehnt.
11) Über den Verlauf und die Beschlüsse der Jahreshauptversammlung ist ein Protokoll zu fertigen, das vom Versammlungsleiter und Protokollführer zu unterschreiben ist.

§ 15 Wahlen
1) Sämtliche Wahlen gelten für zwei Jahre. Die Gewählten bleiben bis zu den Neuwahlen im Amt.
2) Die Wahl der Mitglieder der Vorstandschaft und des Vereinsausschusses kann jeweils durch offene Abstimmung (Akklamation) erfolgen. Die Abstimmung muss jedoch geheim durchgeführt werden, wenn ein Viertel der anwesenden Mitglieder dies beantragt. Enthaltungen und ungültige Stimmen der Wahlen bleiben bei der Berechnung der absoluten bzw. einfachen Mehrheit unberücksichtigt.
3) Der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende und der Kassenwart sind in getrennten und geheimen Wahlen zu wählen. Der erste Vorsitzende wird in geraden Kalenderjahren, der stellvertretende Vorsitzende in ungeraden Kalenderjahren neu gewählt. Gewählt ist, wer im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht.
4) Erhält im ersten Wahlgang kein Mitglied die absolute Mehrheit ist eine Stichwahl durchzuführen. In die Stichwahl kommen die Kandidaten des ersten Wahlganges mit dem erst- und zweitbesten Stimmenergebnis. Gewählt ist dann, wer in der Stichwahl die meisten Stimmen erhält, wobei einfache Mehrheit ausreicht.
5) Die Wahl der Ausschussmitglieder kann in einem Wahlgang erfolgen sofern die Mitgliederversammlung einstimmig zustimmt. Liegt keine einstimmige Zustimmung vor, sind die einzelnen Posten des Vereinsausschusses einzeln zu wählen. Bei der Wahl des Vereinsausschusses entscheidet die einfache Mehrheit. Bei Stimmengleichheit ist eine Stichwahl durchzuführen, wobei dann auch die einfache Stimmenmehrheit entscheidet. Der Ablauf ist in der Vereinsordnung geregelt.

§ 16 Außerordentliche Jahreshauptversammlung
1) Eine außerordentliche Jahreshauptversammlung muss einberufen werden, wenn es die Interessen des Vereins erfordern oder wenn dies von vierzig Prozent der Mitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe schriftlich verlangt wird. Der Vorsitzende kann jederzeit eine außerordentliche Jahreshauptversammlung einberufen.
2) Die Fristen und Regularien gemäß §13 und §15 gelten analog.

§ 17 Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins
1) Über Satzungsänderungen, die Änderung des Vereinszwecks und die Auflösung entscheidet die Mitgliederversammlung. Vorschläge zu Satzungsänderungen, Zweckänderungen und zur Auflösung sind den stimmberechtigten Mitgliedern bis spätestens einen Monat vor der Sitzung der Mitgliederversammlung zuzuleiten. Für die Beschlussfassung ist eine Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich.
2) Änderungen oder Ergänzungen der Satzung, die von der zuständigen Registerbehörde oder vom Finanzamt vorgeschrieben werden, werden vom Vorstand umgesetzt und bedürfen keiner Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung. Sie sind den Mitgliedern spätestens mit der nächsten Einladung zur Mitgliederversammlung mitzuteilen.
3) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für Naturschutz und Landschaftspflege.

Die Satzung wurde auf der Vorstandsitzung am 19. August 2015 in Isny beschlossen
Die Vorstandschaft